Passives Einkommen generieren – Ideen, um dir passives Einkommen aufzubauen

VERÖFFENTLICHT AM Donnerstag, 12 Mai 2022

Geld verdienen, während du am Strand liegst, ein Buch liest oder sogar einfach nur schläfst – klingt traumhaft, oder? Das Zauberwort, um diesen Traum wahr werden zu lassen, lautet “passives Einkommen”. Wir verraten dir, was genau man unter passivem Einkommen versteht und was für Möglichkeiten und Wege es gibt, um passives Einkommen aufzubauen und so finanzielle Freiheit zu genießen.

Definition: Was ist passives Einkommen überhaupt?

Wie der Name schon vermuten lässt, musst du für passives Einkommen nicht aktiv werden. Du musst also weder (viel) Zeit, noch Arbeit als Gegenleistung für den entsprechenden Verdienst aufbringen. Darin unterscheidet sich passives Einkommen auch von deinem Gehalt. Denn für dieses stellst du deinem Arbeit- oder Auftraggeber deine Arbeitskraft zur Verfügung. Eine solche Einkommensquelle bezeichnet man daher auch als aktives Einkommen. Dabei spielt es keine Rolle, ob du festangestellt bist oder als Freelancer auf Honorarbasis arbeitest. Stellst du Ressourcen wie deine geistigen und/oder körperlichen Fähigkeiten und Zeit im Tausch für Geld zur Verfügung, handelt es sich um aktives Einkommen.

Wenn du das Gefühl hast, dass du neben deinem regelmäßigen Verdienst durch deinen (festen) Job noch etwas Nebeneinkommen generieren möchtest – um finanziell freier, flexibler in deiner Lebensgestaltung und unabhängiger zu sein – dann ist passives Einkommen genau das Richtige für dich.

Seriöse Ideen, um passives Einkommen aufzubauen

Grundsätzlich stehen dir viele verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um passives Einkommen zu generieren. Im Folgenden werden wir dir einige davon näher vorstellen. Für manche Ideen wirst du anfangs etwas Mühe investieren müssen, die sich langfristig jedoch bezahlt machen kann. Die verschiedenen Vor- und Nachteile von passiven Verdienstmöglichkeiten haben wir dir am Ende dieses Blogposts auch noch einmal aufgelistet.

Sei dir in jedem Fall im Klaren darüber, dass es nicht den einen Geheimtipp oder idealen Weg gibt, um über Nacht reich zu werden. Womit du am erfolgreichsten passives Einkommen aufbauen kannst, hängt immer auch davon ab, was du persönlich gut kannst und was sich in deiner individuellen Situation anbietet. 

Folgende Punkte solltest du in jedem Fall beachten:

  • Egal für was du dich entscheidest, der entsprechende Prozess sollte sich leicht automatisieren lassen.
  • Wenn du mit etwas handeln möchtest, sollte sich deine Idee leicht vervielfältigen lassen, damit du sie mehr als einmal verkaufen kannst.
  • Die Idee sollte zudem möglich langlebig sein.
  • Du solltest möglichst wenig Zeit für Anpassungen oder Aktualisierungen aufwenden müssen.

  1. (Digitale) Produkte produzieren und verkaufen

Wenn du etwas produzieren und verkaufen möchtest, bieten sich gerade digitale Produkte an, da sie sich leicht vervielfachen und automatisiert verkaufen lassen. Zudem sind sie oft “zeitlos”. Wenn du über bestimmtes Wissen verfügst, kannst du beispielsweise ein e-Learning Programm oder Webinar produzieren. Ebenso eignet sich das Veröffentlichen eines eBooks oder das Vertreiben von Fotos, Designs oder Bildern, die du angefertigt hast. Mittlerweile gibt es für nahezu jede Produkt-Kategorie verschiedene Plattformen und Shop-Systeme, die dir das Verkaufen leicht machen.

  1. Provision über Affiliate-Links erhalten

Wenn du bereits eine eigene Website oder einen YouTube-Kanal betreibst, dann kannst du über Affiliate-Links sehr leicht eine Provision kassieren und so passiv online Geld verdienen. Du musst hierfür lediglich Produkte, die du benutzt oder empfiehlst, mit den entsprechenden Links zu den Herstellern versehen. Klickt jemand auf deinen Affiliate-Link und kauft das Produkt, so bekommst du einen bestimmten Prozentsatz als Vergütung.

  1. Geld verdienen mit Investitionen

Ein gängiges Mittel, sich ein passives Einkommen zu sichern, sind Investitionen in Wertpapiere. Wenn du bereits über etwas Startkapital verfügst, kannst du dieses Geld zum Beispiel in Aktien oder Anleihen anlegen – mit unseren Tipps zum Geld anlegen 2022 bist du bestens für diesen Schritt gewappnet.

  1. Immobilien vermieten

Auch eigene Immobilien bieten sich an, um dir passives Einkommen aufzubauen. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass du nicht selbst in der Wohnung oder dem Haus lebst, sondern es vermietest. Die monatlichen Mieteinnahmen sind dann dein Nebeneinkommen. Allerdings solltest du den möglichen (Kosten-)Aufwand für die Instandhaltung und Verwaltung nicht unterschätzen und auch mögliche Mietausfälle kalkulieren, etwa wenn die Immobilie gerade nicht vermietet ist.

  1. Werbeflächen verkaufen

Du kannst sowohl online als auch offline über den Verkauf von Werbeflächen zusätzliches Einkommen verdienen. Wenn du eine Website oder einen Blog betreibst oder beispielsweise regelmäßig einen Newsletter versendest, kannst du Flächen für Bannerwerbung verkaufen. Besitzt du ein Auto, kannst du Unternehmen anbieten, darauf Werbung anzubringen. Entweder du nutzt hierfür spezielle Vermittlungsplattformen, oder du sprichst Unternehmen gezielt auf diese Möglichkeit an.

Passives Einkommen aufbauen durch Aktien

Wie bereits erwähnt sind Aktien ein beliebter Weg, um sich ein Zusatzeinkommen zu verdienen. Der Einkommensstrom besteht hierbei aus den Dividenden, also den Gewinnausschüttungen des entsprechenden Unternehmens an dich und die anderen Aktionär*innen. In der Regel geschehen diese Ausschüttungen einmal pro Jahr. Je erfolgreicher die Unternehmen sind, deren Aktien du besitzt, desto mehr passives Einkommen wirst du generieren. Allerdings benötigst du entsprechendes Startkapital, um in Aktien investieren zu können. 

Ob sich eine Aktie dazu eignet, passives Einkommen für dich aufzubauen, kannst du unter anderem anhand dieser zwei Punkte erkennen: 

  • Die Dividendenrendite: Sieh dir an, in welchem Verhältnis der Kaufpreis der Aktie zur jährlichen Ausschüttung steht. Zahlst du für eine Aktie beispielsweise 50 Euro und bekommst pro Jahr 2 Euro Rendite, so beläuft sich die Dividendenrendite auf 4%. Viel niedriger sollte sie nicht ausfallen. 
  • Die Dividenden Aristokraten: Hat das Unternehmen über einen langen Zeitraum konstante oder sogar steigende Dividenden ausgeschüttet, spricht man von einem Dividenden Aristokraten. Dividenden Aristokraten eigenen sich entsprechend am besten dafür, langfristig passives Einkommen zu generieren. 

Investierst du in einzelne Aktien besteht jedoch das Risiko, dass diese an Wert verlieren und du im Falle eines Verkaufs Verluste machst. Die Unternehmen sind zudem nicht dazu verpflichtet, dir Dividenden auszuschütten und auch die Höhe kann stark variieren. Wenn du dein Geld sicherer anlegen möchtest, bieten sich Dividenden-ETFs an, bei denen du direkt in eine Vielzahl an Unternehmen investierst. Die ETFs schütten ihre Erträge in der Regel auch häufiger aus, als es bei Dividendenaktien der Fall ist. Wenn du noch einmal nachlesen möchtest, was genau ein ETF eigentlich ist, können wir dir diesen Artikel empfehlen.

Passives Einkommen ohne Startkapital – ist das möglich?

Für bestimmte Wege, über die du passives Einkommen generieren kannst, benötigst du Startkapital. Zum Beispiel für den Kauf einer Immobilie oder um das Geld in Aktien anzulegen. Es gibt aber auch Möglichkeiten, wie du mit wenig Startkapital eine weitere Einkommensquelle auftun kannst. Beispielsweise kannst du statt einer ganzen Immobilie erst einmal einen Auto-Stellplatz erwerben und diesen vermieten. Oder du vermietest zunächst nur ein ungenutztes Zimmer in deiner Mietwohnung über Airbnb oder ähnliche Plattformen. Du hast zudem die Möglichkeit, kleine Geldbeträge über Crowdinvesting anzulegen. Hierbei werden größere Projekte über eine Vielzahl von niedrigen Anlagesummen finanziert. Wenn das Projekt erfolgreich ist, wirst du an den Gewinnen beteiligt. Natürlich wird dein Zusatzeinkommen in diesen Fällen geringer ausfallen als bei der Vermietung einer Immobilie oder Dividendenaktien. Es gilt jedoch “Jeder Euro zählt”. 

Wenn du über keinerlei Startkapital verfügst, solltest du dich an Ideen für passives Einkommen versuchen, die am Anfang etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen aber dafür nichts kosten, zum Beispiel dem Verkauf von digitalen Produkten.

Vor- und Nachteile von passivem Einkommen

Das Generieren von passivem Einkommen klingt im ersten Moment für dich vermutlich erst einmal durchweg positiv. Rund um die Uhr Geld verdienen, ohne wirklich etwas dafür tun zu müssen? Klasse! Aber es gibt auch durchaus Nachteile, die du in jedem Fall kennen solltest, wenn du darüber nachdenkst, dir passives Einkommen aufzubauen. Sehen wir uns daher einmal die positiven und negativen Aspekte der passiven Einnahmequellen an.

Vorteile

Finanzielle Unabhängigkeit und Sicherheit

Wenn du neben deinem aktiven Einkommen auch noch Nebeneinkünfte erzielst, bist du automatisch finanziell unabhängiger. Um Zeiten, in denen du beispielsweise weniger oder gar nicht arbeiten kannst/möchtest, musst du dir also weniger Sorgen machen. Je nach Höhe deines Nebeneinkommens kannst du dir eine Auszeit gönnen oder den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, ohne auf die finanzielle Unterstützung anderer Personen angewiesen zu sein. 

Mehr (Frei-)Zeit

Im Gegensatz zu aktivem Einkommen erfordert passives Einkommen keinen hohen Zeitaufwand. Du kannst also mehr von den Dingen tun, die dir Spaß bereiten, während du nebenbei Geld verdienst. Viele Menschen nutzen passives Einkommen daher um beispielsweise ihre Arbeitszeit zu reduzieren.

Altersvorsorge

Du kannst dein passives Einkommen auch für deine Absicherung im Alter nutzen, indem du es zum Beispiel reinvestierst und dir erst nach Renteneintritt monatlich auszahlen lässt. So steht es dir zusätzlich zu deiner staatlichen Rente zur Verfügung und kann dir dabei helfen, auch im Alter einen angenehmen Lebensstandard zu genießen. Passives Einkommen kannst du zudem auch im hohen Alter noch generieren, da es keinen Arbeitsaufwand von dir erfordert.

Nachteile

Mangelnde Planungssicherheit

Anders als bei deinem Gehalt, das jeden Monat in gleicher Höhe auf deinem Konto eingeht, kann dein passives Einkommen starken Schwankungen unterliegen. Daher wird eine langfristige Planung schwerer möglich sein. 

Vorleistungen

Auch wenn für das Generieren von passivem Einkommen langfristig weniger Arbeit nötig ist als bei deiner Erwerbstätigkeit, so wirst du zu Beginn entweder Zeit oder Geld investieren müssen, um eine neue Einkommensquelle zu erschließen. Wie erfolgreich diese schlussendlich sein wird, kann dir im Vorhinein niemand mit Sicherheit sagen. Auch die kontinuierlichen Kontrollen und administrativen Aufgaben können gegebenenfalls höher ausfallen, als du anfangs vielleicht angenommen hast. 

Risiko

Gerade wenn du Geld investierst, um zusätzliches Einkommen zu generieren, musst du immer auch ein gewisses Verlustrisiko berücksichtigen. Die Zahlung der Dividenden kann beispielsweise ausfallen, oder du bekommst deine Immobilie nicht vermietet, während du aber noch den entsprechenden Kredit abbezahlen musst.

Unseriöse Angebote

Gerade im Internet kursieren viele Angebote, die Reichtum über Nacht versprechen. Hier gilt es große Vorsicht walten zu lassen – gerade dann, wenn eine Einkommensmöglichkeit zu gut klingt, um wahr zu sein. Insbesondere wenn es darum geht, dein Geld möglichst gewinnbringend anzulegen, solltest du dich ganz genau über die Konditionen informieren.

 

Fazit: Passives Einkommen aufbauen

Passives Einkommen zu generieren, um dich finanziell abzusichern,  ist prinzipiell eine gute Idee. Wenn du dich hierfür entscheidest, solltest du die Vor- und Nachteile jedoch genau abwägen und immer im Blick haben, ob die entsprechende Einnahmequelle auch zu dir und deiner Lebenssituation passt. 

Sei dir außerdem im Klaren darüber, dass die wenigsten Menschen sich nur durch ihre Nebeneinkünfte ihr komplettes Leben finanzieren können. Kündige daher nicht gleich deinen festen Job, nur weil du in einem Monat gute Nebeneinkünfte erzielen konntest. Betrachte passives Einkommen lieber als ein finanzielles Sahnehäubchen, das dir auf deinem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit von Nutzen sein kann.

Am wichtigsten ist, dass du dich mit deinen Finanzen auseinandersetzt und anfängst, sie in die eigene Hand zu nehmen, um jetzt und in Zukunft finanziell abgesichert zu sein. Wenn du wissen möchtest, wie du selbstbewusst finanzielle Entscheidungen treffen kannst und dein Geld am besten langfristig anlegst, sind wir dir gern dabei behilflich! Mit unseren verschiedenen Lernformaten, z.B. Online-Kurse oder Events, eignest du dir das nötige Wissen an, um selbstbewusst finanzielle Entscheidungen treffen zu können. Unsere kostenlosen Tools ermöglichen dir, finanzielle Ziele zu setzen und die richtigen Schritte abzuleiten, um diese zu erreichen.

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